FDOK & NICO – Stille Kieferentzündungen erkennen & behandeln

FDOK und NICO erkennen und behandeln – Praxis Freienstein

FDOK (Fettig Degenerative Osteolyse im Kieferknochen) und NICO (Neuralgia Inducing Cavitational Osteonecrosis) sind stille, chronische Entzündungen im Kieferknochen, die häufig vollständig unbemerkt bleiben. Diese Herde verursachen oft keine lokalen Schmerzen, können aber den gesamten Organismus erheblich belasten: Sie produzieren Entzündungsbotenstoffe wie RANTES und TNF-alpha, die in der Forschungsliteratur mit chronischer Müdigkeit, Gelenkbeschwerden, Autoimmunerkrankungen und anderen systemischen Beschwerden in Verbindung gebracht werden. Wer trotz zahlreicher Arztbesuche keine Diagnose für diffuse Beschwerden erhält, sollte den Kieferknochen als mögliche Ursache in Betracht ziehen.

Wie entstehen FDOK und NICO im Kieferknochen?

Häufig bilden sich diese Kieferknochenentzündungen an Stellen, wo Zähne entfernt wurden – insbesondere nach der Weisheitszahnentfernung. Wenn der Knochen nach einer Extraktion nicht vollständig ausheilt, Gewebereste zurückbleiben oder die Blutversorgung beeinträchtigt ist, kann sich ein chronischer Entzündungsherd entwickeln. Auch Zähne mit einer abgeschlossenen Wurzelkanalbehandlung können FDOK-ähnliche Veränderungen im umliegenden Knochengewebe begünstigen, da das körpereigene Immunsystem auf totes Wurzelgewebe reagieren kann. Zu den weiteren Risikofaktoren zählen unvollständig verheilte Extraktionsalveolen, lokale Durchblutungsstörungen sowie systemische Belastungen wie Hormonschwankungen oder Nährstoffmangel.

Diagnostik bei FDOK/NICO: Präzise 3D-Bildgebung und Laborwerte

Da FDOK- und NICO-Herde in konventionellen zweidimensionalen Röntgenaufnahmen oft nicht zuverlässig darstellbar sind, setzen wir in unserer Praxis auf die 3D-DVT-Bildgebung (Digitale Volumentomographie). Diese Technologie liefert dreidimensionale Schnittbilder des Kieferknochens und macht typische Knochenauflösungen, Hohlräume und Dichteunterschiede sichtbar, die im herkömmlichen Röntgenbild unsichtbar bleiben. Ergänzend können Blutuntersuchungen auf erhöhte RANTES-Werte und weitere Entzündungsmarker wertvolle Hinweise liefern und die Befunde aus der Bildgebung bestätigen.

Biologische Behandlung: Chirurgische Ausräumung, Ozon und PRF

Die Behandlung von FDOK und NICO besteht in einer präzisen chirurgischen Ausräumung des erkrankten oder avitalen Knochengewebes. Ziel ist es, den Herd vollständig zu entfernen und den Körper in die Lage zu versetzen, den Knochen neu und gesund aufzubauen. Im Anschluss an die Ausräumung desinfizieren wir die behandelte Region mit medizinischem Ozon, das wirksam Bakterien, Viren und Pilze abtötet, ohne den umliegenden gesunden Knochen zu schädigen. Abschliessend wird PRF-Eigenbluttherapie (Plättchenreiches Fibrin) eingesetzt: Aus dem eigenen Blut des Patienten gewonnene Wachstumsfaktoren werden direkt in den Behandlungsbereich eingebracht und beschleunigen die natürliche Knochenregeneration signifikant. Dieser biologische Ansatz verzichtet bewusst auf Fremdmaterialien und synthetische Substanzen.

Herd- und Störfeldsanierung (FDOK / NICO)
Herd- und Störfeldsanierung (FDOK / NICO)

Häufige Fragen zu FDOK und NICO

Wie erkenne ich, ob ich einen FDOK- oder NICO-Herd habe?

Leider sind diese Herde oft völlig symptomlos im Kieferbereich. Hinweise können chronische Erschöpfung, Gelenkschmerzen, Kopfschmerzen oder diffuse Beschwerden sein, für die kein anderer Arzt eine eindeutige Ursache findet. Auch ein persistierendes Druckgefühl im Kieferbereich nach einer früheren Zahnextraktion kann ein Hinweis sein. Im Rahmen unserer Herd- und Störfeldsanierung führen wir eine gezielte Diagnostik durch, um solche Herde zuverlässig zu identifizieren.

Ist FDOK/NICO ein wissenschaftlich anerkanntes Krankheitsbild?

FDOK und NICO werden in der biologischen Zahnmedizin und Ganzheitsmedizin als bedeutsame Störfelder betrachtet. Wissenschaftliche Arbeiten, unter anderem von Prof. Johann Lechner, haben den Zusammenhang zwischen Kieferherden und systemischen Beschwerden dokumentiert. Die konventionelle Schulmedizin erkennt diese Zusammenhänge bisher nicht flächendeckend an, weshalb Betroffene häufig eine lange Odyssee durch verschiedene Fachdisziplinen erleben, bevor sie zur richtigen Diagnose gelangen.

Wie lange dauert die Genesung nach einer FDOK-Ausräumung?

Die Heilungsdauer ist individuell und hängt von der Grösse des Herds sowie dem allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten ab. In den ersten Tagen nach dem Eingriff sind leichte Schwellungen und Druckempfindlichkeit normal. Durch den Einsatz von PRF und Ozon verheilt der Knochen in der Regel schneller und komplikationsärmer als bei konventionellen Methoden. Viele Patienten berichten über eine spürbare Verbesserung ihres Allgemeinzustands in den Wochen nach dem Eingriff.

Dank der kombinierten Anwendung von Ozontherapie und PRF-Eigenbluttherapie verheilt der Knochen nach einer FDOK/NICO-Ausräumung in der Regel sehr gut. Die Wachstumsfaktoren aus dem PRF stimulieren die körpereigene Heilungsreaktion, während Ozon das Operationsgebiet keimfrei hält und Entzündungsreaktionen minimiert. Viele Patienten berichten über eine spürbare Verbesserung ihres Allgemeinzustands – weniger Erschöpfung, bessere Gelenkbeweglichkeit und mehr Vitalität – bereits in den ersten Wochen nach dem Eingriff. Eine sorgfältige Nachsorge sowie, falls empfohlen, eine begleitende Mikronährstoffversorgung unterstützen die vollständige Regeneration des Kieferknochens.

Haben Sie Fragen oder möchten einen Termin vereinbaren? Kontaktieren Sie uns – wir beraten Sie gerne persönlich in unserer Praxis in Freienstein.